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Bundesamt für Bevölkerungsschutz, LABOR SPIEZ

Biosicherheit

Mit dem Sicherheitslabor (SiLab) betreibt die Schweiz einen Laborkomplex für den sicheren Umgang mit humanpathogenen Krankheitserregern der Risikogruppe 3 und 4 (RG 3 und 4). Das SiLab ermöglicht die sichere und rasche Diagnose von potentiellen B-Kampfstoffen bzw. von Krankheitserregern der höchsten Risikogruppen. Die Einrichtung steht sowohl dem militärischen als auch dem zivilen Bereich bei der Ereignisbewältigung und für Forschungszwecke zur Verfügung.

Die Sicherheit im SiLab ist von höchster Priorität:

Um dies zu gewährleisten, werden die potentiellen Risiken genau analysiert. .Diese Risikoanalysen bilden die Grundlage für die Planung der baulichen Massnahmen sowie für die Definition von entsprechenden Prozeduren, Praktiken und Sicherheitsausrüstungen.

Aufgaben

Zu den Aufgaben im Bereich (Bio-)Sicherheit zählen:

Biosicherheit

Gemäss WHO beschreibt der Begriff Biosicherheit die Eindämmungsprinzipien, Technologien und Prozeduren, welche verhindern sollen, dass Mensch und Umwelt pathogenen Organismen oder deren Toxinen ausgesetzt sind, bzw. dass diese unbeabsichtigt freigesetzt werden ("biosafety"). Gleichzeitig soll wertvolles biologisches Material vor Missbrauch und Diebstahl geschützt werden ("biosecurity"). Generell unterscheidet man zwischen primären und sekundären Barrieren. Die primären Sicherheitsvorkehrungen beinhalten vor allem operationelle Aspekte und persönliche Schutzausrüstung. In Arbeitsvorschriften wird festgehalten, wie mit biologischem Material umgegangen werden muss und wie mit welchen Geräten gearbeitet werden darf. Der Schulung des Personals und der fortwährenden Überprüfung der Arbeitsmethoden kommt hierbei eine zentrale Rolle zu.
Die technischen Einrichtungen und die baulichen Vorkehrungen bilden zusammen die sekundäre Barriere.

Technische Sicherheit

Die technischen Installationen und deren Instandhaltung bilden einen integralen Teil der Sicherheit am SiLab. Das SiLab ist so konzipiert, dass der Luftdruck zur grössten Gefahrenquelle hin jeweils weiter abnimmt. Dies garantiert eine Luftbewegung von aussen nach innen und sorgt selbst im Havariefall jederzeit für die Sicherheit von Personen und Umwelt. Alle technischen Installationen, wie Luft Zu- und Abfuhr, Wasser Zu- und Abfuhr, Elektrizität, usw. sind redundant ausgeführt, damit ein reibungsloser, sicherer Betrieb jederzeit gewährleistet ist. Ein umfassendes Regelsystem überwacht die gesamte Anlage und koordiniert Raumparameter und Medienversorgung. Alles, was das SiLab verlässt (von der Abluft über das Abwasser bis hin zu Probematerial) wird vorher dekontaminiert, bzw. inaktiviert.

Ausbildung

Die Biosicherheitsausbildung am SiLab richtet sich an drei Zielgruppen:

Das LABOR SPIEZ plant, ein internationales Kompetenzzentrum für die Ausbildung im Bereich Biosicherheit auf der höchsten Sicherheitsstufe aufzubauen. Mit dem SiLab kann das LABOR SPIEZ Ausbildungsprogramme anbieten, die es den Teilnehmern ermöglichen, unter realen (aber gefahrlosen) Bedingungen das Arbeiten auf der höchsten Sicherheitsstufe zu trainieren und die für die Biosicherheit wichtigen Aspekte zu erlernen. Für die Ausbildung steht ein sogenanntes "Mock-Labor" zur Verfügung, in dem nicht mit hoch ansteckenden Erregern gearbeitet wird.

Links

Rechtliche Grundlagen:

National:

International:

Daniel Kümin

Daniel Kümin